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Waldinformation Bürgerwald Steinfeld


Das Jahr begann feucht und nass. Das Holzrücken auf den nassen Böden war schwierig. Der Frost war kurz. Ein ideales Frühjahr für die Pflanzung. In wenigen Wochen wurden rund 20.000 junge Bäume im Gemeindewald gepflanzt. Danach kamen dann keine Niederschläge mehr.
Die Folgen für den Gemeindewald sind gravierend. Die Mehrheit der gepflanzten Bäume dürften im kommenden Jahr nicht mehr austreiben.
Im Sommer begann der Borkenkäfer über den Gemeindewald herzufallen. Inzwischen haben die Waldarbeiter über 1200 Festmeter Käferholz eingeschlagen (50 LKW-Ladungen). Das befallene Kronenholz musste auch mit aus dem Wald transportiert werden und wurde gehackt. Die Kosten sind deutlich höher, der Erlös hingegen liegt nur noch bei der Hälfte vom letzten Jahr. Der Einschlag vom Käferholz wurde nun bis zum Frühjahr eingestellt, da nun das Laubholz Vorrang hat.
Die Trockenheit hat dazu geführt, dass Buchen mit einer Höhe von 5 Metern auf einigen Standorten flächig abgestorben sind und dass alte und vitale Buchen z. T. ab der Hälfte des Stammes dürr sind, was wir jetzt erst beim Fällen der Bäume feststellen konnten. Zudem hat ein Borkenkäfer zum ersten Mal auch die stehende Buche sowie die Douglasie befallen. Im ersten Hieb haben wir vier befallene starke Buchen gefunden, die der Käfer bereits zum Absterben gebracht hat. Das Holz der gefällten starken Buchen ist so trocken, dass die Kronen beim Aufprall auf den Boden zerbersten und aus ihnen kaum noch Brennholz gewonnen werden kann, das im Normalfall als Polterholz an die Bürger verkauft wird. Der gesamte Wald ist geschwächt und sollten sich die Wasservorräte diesen Winter nicht auffüllen, mache ich mir wirklich Sorgen um die Folgen.
Der kurze Sturm Fabienne am 23. September hat in vielen Waldbeständen ganze Kronen von Eichen und Buchen abgerissen. Infolge des Behangs mit Bucheckern und Eicheln waren sie schwer und durch die Trockenheit wenig elastisch. Nun müssen alle Bestände durchgemustert werden, da auch viele wertvolle Furniereichenstämme davon betroffen sind. Allein der Anfall durch den Sturm wird von mir auf über 1000 Festmeter geschätzt.
Fazit: ohne einen sehr nassen Winter werden wir im Frühjahr mit großen Problemen als Folge der Trockenheit im Wald rechnen müssen.
Martin Volkmann-Gebhardt
Revierförster



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